Seit gut 2 Jahren, im schönen Alter von weit über 50 (mit etwas Abstand wirkt er aber immer noch wie weit über 30) arbeitet Max seine Vergangenheiten auf.
Manchmal sind sie allerdings nur ein paar Tage oder Wochen alt.
Und das in Form von Liedern, die so melodiös und anheimelnd von ihm dargebracht werden, dass der Zuhörer manchmal gar nicht so richtig begreift, was ihm da eigentlich dargeboten wird.
Anscheinend harmlos und doch fast heimtückisch bilden in seiner Poesie völlig unschuldige Worte Texte, bei denen man oft glaubt, sich verhört zu haben.
Manch einer der glaubt unfreiwilligen Humor entdeckt zu haben wird von Max belehrt: „Alles freiwillig, es hat mich keiner dazu gezwungen“.
Und erst nach wiederholtem Anhören wird einem klar, dass er das was er da singt, tatsächlich erlebt haben muss; was Ausgedachtes kann es einfach nicht sein.
Seine Lieder sind ungeheuer persönlich, so dass es, gerade bei den traurigen Stücken (wie in „Letzte Begegnung“, so schön möchte ich dereinst auch mal besungen werde, wenn ich mal im Sterben liege, oder „Pass wieder auf mich auf, Doris“, eine Reaktion auf die Nachricht des Todes einer Jugendliebe) manchmal fast weh tut, herzzerreisend eben.
Und auf sehr eigenartige Weise tabubrechend.
Tabubrechend sind auch seine schwer-erotischen bis leicht-pornografischen Lieder, Liebeslieder im wahrsten Sinne des Wortes, in denen er so ziemlich alles beschreibt, ironisch, witzig, locker und völlig ohne einen Hauch von Verklemmtheit, was einem lieben Liebhaber im Laufe eines langen Liebeslebens das selbige so versüßt.
Oder aber es wird gelitten, gnadenlos. Nichts mit süßem Liebesleben.
Es wird alles beschrieben, nur 4letter-words wird man in seinen Texten vergeblich suchen.
Natürlich gibt es auch solche, denen diese Art von Liebes-Poesie die Schamröte ins Gesicht treibt, aber „denen ist es auch peinlich, dass sie nicht aus Lehm erschaffen worden sind“.
So lautet Max Biundos lapidare Stellungnahme hierzu.
Er legt nur Wert darauf, dass während seiner Vorträge kein Kind oder Jugendlicher den Saal verlassen müsste.
Entweder man begreift seine Texte, dann ist man auch schon alt genug dafür, oder noch nicht, dann sind es eben nur harmlose hübsche Liedchen. Fast alle mit Ohrwurmqualitäten.
Und die begleitet mit einem zärtlichen, saitenstreichelnden virtuosen Gitarrenspiel, dass so manche seiner Zuhörerinnen gerne an ihrer, der Gitarre, stelle wären.
Im Dezember 2005 wurden 2 cd´s („ZART-CORE“ und „SEKUNDENLANGE EWIGKEIT“) mit seinen “Gesammelten Werken“ fertig, wie er mir gerade mitteilte sind schon so viele neue Lieder entstanden, dass die nächste auch bald in Angriff genommen werden soll.
Max Biundo stellt seine Lieder erst mal fast alle zum kompletten Herunterladen auf seiner Homepage bereit.
Er beabsichtigt damit ein größeres und interessierteres Publikum als bisher zu erreichen.
Am liebsten von der Bühne aus.
Verdient hätte es schon längst, meint
WOB,
(unter anderem väterlicher Freund von Max)
Himmelhoch-Blankenloch, den 20.01.2006.
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